In letzter Zeit hat die SoLawi eine neue Foodsharing-»Attraktion«: Von Bier brauenden SoLawistas gibt es nun hin und wieder Biertreber, den die Mitglieder mitnehmen und verarbeiten können – wenn sie mögen. Aber was ist das eigentlich?

Treber fällt bei der Bierherstellung als Rückstand des Braumalzes an. Obwohl die Masse eher unattraktiv aussieht, braun und matschig, ist sie vielfältig verwendbar, um leckere und gesunde Gerichte damit herzustellen. So enthält der Treber nach dem Brauvorgang noch jede Menge Eiweiß, Malzzucker, Spurenelemente, Enzyme, Vitamine und Ballaststoffe.

Schon seit dem Mittelalter wurde der Treber zum Brotbacken verwendet und so macht es auch SoLawista Natascha, von der der Foodsharing-Treber stammt. Das Brot bekommt so eine leckere malzige und herzhafte Note und sorgt für einen höheren Eiweißgehalt des Brotes. Zudem ist er als Panade oder als Füllung für z.B. Maultaschen verwendbar, man kann ihn dem Auflauf beimengen, Pizzateig, Bratlinge oder vegetarische Bolognese damit machen oder – wegen der restlichen Süße des Malzzuckers – süße Kekse daraus backen.

Auch die SoLawi-Hühner freuen sich hin und wieder über eine Portion Treber im Futter, denn er eignet sich durch den hohen Nährstoffgehalt hervorragend als Futtermittel für Hühner oder Kühe.

Wer mal ausprobieren möchte, sein Brot mit Treber zu backen, kann bei der Ernteabholung die Augen offen halten, ob grad eine Schüssel voll in der Halle steht – oder ansonsten einfach mal Natascha fragen, die meist freitags die Ernteabholung begleitet.