Seit der Gründung der SoLawi im Januar 2016 wurde viel geackert: Es wurden Kartoffeln und Zwiebeln gesetzt, fleißig Jungpflanzen pikiert, aufgezogen und ausgepflanzt und jede Menge Gemüse geerntet. Zarter Postelein, frischer Feldsalat, roter und weißer Kohlrabi, grüne und gelbe Zucchini, Paprika, knackige Salatköpfe, aromatischer Fenchel, knackige Gurken, leckerer Schnittlauch und Basilikum, rote Kirschtomaten, lange Stangenbohnen und erste Kartoffeln wanderten in die Kisten und auf die gedeckten Tische der Genossenschaftsmitglieder. Auch SoLawi-Honig konnte zum Selbstkostenpreis bei Imker Matthias erworben werden.

Doch auch jenseits der Erntekisten, »neben« dem Acker, wurde einiges in Angriff genommen. Es wurden fleißig Steine aufgestapelt, mit denen der Parkplatz vor der Halle gepflastert werden soll, der nach und nach aufgeschüttet und planiert wird. Der Boden der Halle wurde betoniert, Kühlschränke wurden provisorisch aufgestellt, Werkzeug wurde zusammengetragen, sortiert und verstaut. Wir haben eine alte Feuerwehrpumpe mit Bewässerungssystem installiert, eine Drainage unter dem Acker verlegt, ein Kompostklo gebaut und neben den bestehenden Ackerflächen und Folientunneln weiteres Ackerland urbar gemacht. Wir haben jede Menge Beikraut beseitigt, gegen Wassermassen, Schnecken und hungrige Hasen gekämpft; Pläne für einen Wildzaun, einen Biomeiler und die Haltung von SoLawi-Bienen wurden geschmiedet.

Das Storchennest wurde nur kurzfristig von einem Storchenpaar begutachtet, doch es wird langsam wohnlich bei der SoLawi. In den Eulenkasten sind Turmfalken eingezogen, Bienenhäuser wurden gebaut und die monatlichen Plenumstreffen konnten zum Teil bereits in der SoLawi-Halle stattfinden. Vorstand und Aufsichtsrat haben sich mit den anstehenden Aufgaben vertraut gemacht und neue Projekte zum Entscheid ins Plenum eingebracht. Die neue Homepage ging online und über das neue Forum, die Mailinglisten und die monatlichen Plenumstreffen findet die Genossenschaft immer mehr Kommunikationswege. Sogar eine Karte mit den Wohnorten der SoLawi-Ernte-Mitglieder wurde erstellt, sodass sich immer mehr Fahr- und Abholgemeinschaften bilden können.

Nach einem so erfolgreichen Frühjahr und Sommer starten wir in einen arbeits- und erntereichen Spätsommer und Herbst. Die Arbeit vieler aktiver Mitglieder zeigt, dass die SoLawi nach dem ersten Hauptsatz der Thermodynamik arbeitet: Ihre Energie geht nicht verloren, sondern setzt sich in vielfältiges Wachstum um. Was daraus noch alles entstehen kann, können wir gespannt erwarten.